Thursday, November 19, 2009
Passeport s'il vous plâit
Auch wir besitzen eine Wachsamkeit, wir können entscheiden, ob wir uns für Begegnungen öffnen oder nicht. Wir sollten unsere Wachsamkeit schulen, sonst lassen wir jeden in unser Inneres passieren, der falsche Papiere hochhält, die wir nicht lesen können wie z.B.:
Prediger: Ausweis, Experte für das Leben nach dem Tod
Nachrichten: Ausweis, allgemeingültige Faktendarstellung
Sekte: Ausweis, Experte für den richtigen Weg
Polizei: Ausweis, Gerechtigkeitsproduzent
Frau: Ausweis, Experte für Männerglück
Mann: Ausweis für Frauenglück
Wenn wir wachsam sind und die Sprache unseres Inneren erlernen, lässt unsere Wachsamkeit keine falschen Experten mehr durch....
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Ray Gratzner
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10:37 PM
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Labels: Freiheit
Monday, November 16, 2009
Niemand ist eine Insel
Manche Menschen, denen ich tagsüber begegne, kann ich mir auf einer Insel sehr gut vorstellen. Sie benehmen sich so, als wären sie alleine auf der Welt. Ließe man diese Menschen auf der Insel, würden sie zunächst alles Lebende umbringen und die entstehende Wüste zumüllen.
In dieser kleinen unwirtlichen Hölle, würden sie der Insel vorwerfen zu Nichts nutze zu sein und würden die Schöpfung anklagen, makabre Spielchen mit großen Geistern zu treiben. Allein gingen sie zugrunde und die Insel erblühte hoffentlich nach ihrem Ableben wieder.
Ich möchte nicht Teil der Insel solcher hungrigen Geister sein. Tagtäglich weilen sie unter uns und fressen alles leer ohne je etwas zu geben....
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Ray Gratzner
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10:17 PM
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Labels: Alltag
Thursday, November 12, 2009
Fünf Dinge, die ich niemals tun würde....
Fünf Dinge, die ich niemals tun würde sind:
- In einem Robbenkostüm dort schwimmen gehen, wo die Orkas, sprich Killerwale sich zum Essen verabreden. Ähnlich gelagert wäre es auf einem Surfbrett dort zu liegen, und mit den Händen vorwärts zu paddeln...
- Bungee-Jumping vom Mond. Da ich nicht schwindelfrei bin und auch nicht so lange die Luft anhalten kann, wäre das für mich kein Vergnügen.
- Organspendeweltmeister werden, getreu dem Motto, erst gib den kleinen Finger, dann gib die ganze Hand. Diese filigrane Sportart wo erst die Kür und dann das Filet kommt, macht mir offengestanden Angst.
- Schlechter und schlechter zu denken. Da ich ein begeisterter Anhänger von Gaba bin, würde ich das niemals tun.
- Einem kleinen Kind sein Butterbrot wegnehmen, und es genüßlich in seiner Anwesenheit zu verspeisen, dafür bin ich viel zu kinderlieb.
So ich glaube, ich habe mich wieder ein Stück besser kennen gelernt. Bis bald...
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Ray Gratzner
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11:42 PM
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Labels: Unfug
Saturday, November 7, 2009
Hast Du eine Frage gehe zu Deinem besonderen inneren Ort
Nein das Wissen im Inneren nähert sich aus der Unendlichkeit, auch wenn Du Dir unter Unendlichkeit wenig vorstellen kannst. Das bedeutet, weil es aus der Unendlichkeit kommt, nimmt es auch unendlich unterschiedliche Wege, bis es bei dir anlangt. Oder hast Du schon mal erlebt, dass du bei großer Auswahl, stets nur einen Weg genommen hättest?
Der Wissende steckt seinen Kopf in die Unendlichkeit und er besitzt nichts, um die Unendlichkeit zu begreifen. Und doch rieselt das Wissen in seine Welt, wird verständlich und ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Das ist die Schwierigkeit beim Lernen und beim Lehren.
Das Wissen ist gleich, doch kein Weg ist je mit dem eines Anderen vergleichbar und dass heisst jeder Lernende lernt in unterschiedlicher Reihenfolge und jeder Lehrende stellt sich auf seinen Schüler ein. Die Unendlichkeit verbindet beide und schenkt Beiden einen nie zuvor da gewesenen Weg. Beiden gemeinsam ist nur, dass es wie ein Wunder auf sie anmutet, einen Weg zu finden...
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Ray Gratzner
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1:02 PM
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Labels: Unterweisung
Thursday, November 5, 2009
Lang, lang ist es her...
Vor mehr als zwanzig Jahren war ich arbeitslos, war ich umgezogen, hatte ein wenig Schulden und null Knete. Meine neue Wohnung war in den Niederlanden und ich musste schnell Arbeit finden, sonst hätte ich bei der Ausländerpolizei keine Aufenthaltsgenehmigung bekommen.
So fing ich erstmal bei Mc Donalds zu arbeiten an, für einen Stundenlohn von 7 DM, sprich 3,50 Euro.
Ich hatte so wenig Geld, dass ich mir nicht mal genug zu essen kaufen konnte und ich nahm rapide ab. Ich fragte eine Freundin, ob sie mir Geld leihen könnte. Diese Freundin lehnte ab. Sie hielt mir einen Vortrag darüber, dass ich nicht mit Geld umgehen könnte. So nahm ich weiter ab, bis ich schließlich wieder liquide war.
Ich fühlte mich sehr enttäuscht und im Stich gelassen. Wann sollte man Geld brauchen, wenn nicht, wenn man am Verhungern war?
Heute sehe ich die Geschichte anders. Ich hatte mir immer gewünscht schön schlank zu sein und so schlank, wie zu Zeiten dieser Hungerkur, war ich nie gewesen. Eigentlich hatte ich mir einen Traum erfüllt, aber das war mir damals nicht klar. Mein verletztes Ego ließ diese Sicht nicht zu... In der Folge legte ich dann ein paar Kilos zu.
Wenn man eine Sache nicht bekommt, ist vielleicht ein anderer Wunsch daran schuld...
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Ray Gratzner
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12:26 AM
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Labels: Absicht
Monday, November 2, 2009
Tapetenlagen
So halten sie mich tagelang vom Bloggen ab, wenn ich sie einzeln verfolgen muss und jeder Fetzen an der Wand boshafterweisen noch einen kleinen Fitzel stehen lässt. Und wenn man sie anfeuchtet, dann geben sie nach, nur um am Fussboden kleben zu bleiben.
Im Jahre 1922 hat einer die Westfalenpost tapeziert, ein evangelisches Blatt... Dazwischen hat jemand eine Vorliebe für Blumentapeten gehabt und hat teilweise auch Tapeten übergipst. Ja Himmel, kann man den nicht erst die Wand frei machen und dann gipsen? Nein? Was will mir das Universum damit sagen?
Am besten funktioniert das Tapetenablösen, wenn die Tapete gar nicht merkt, dass sie abgelöst werden soll. Hinterhältig schiebe ich den Spachtel in die buchdeckeldicken Ablagerungen aus der Kaiserzeit und dann löse ich langsam hebelnd die Tapete hoch, so als wollte ich ihr nur ein bisschen den Sitz auf der Wand erleichtern. Aber dann löst sich das zähe Luder plötzlich in großen Stücken, weil der Brei sich selbst nicht missen will...
Ich weiss, man soll die Welt lieben, aber alte Tapetenbahnen müssen auch aus Pandoras Büchse stammen. Von dort gelangten sie in das Obergschoss meines neuen Domizils, um mich weinen zu machen...Schluchz...
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Ray Gratzner
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12:21 AM
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Labels: Alltag
Thursday, October 29, 2009
Furcht
Wer seine Wahrnehmung erweitert, kommt irgendwann an einen Punkt, wo sich die Erweiterung beschleunigt oder verselbständigt.
Plötzlich (können):
- die Gefühle anderer Menschen nicht ausgeblendet werden,
- verliert man sein gewohntes Selbst-Gefühl,
- hat man das Gefühl von akuter Bedrohung,
- zeigen sich somatische Folgen wie Herzrasen, Schluckbeschwerden, Ausschlag,
- wird man von Kleinigkeiten aus der Bahn geworfen, z.B. wenn man ein Glas Marmelade nicht öffnen kann.
Wenn Du in einer solchen Phase bist und täglich Angst empfindest solltest Du wissen, dass diese Phase unausweichlich für jeden ist, der sich auf den Weg gemacht hat. Jetzt merkst Du warum jeder Weg ein Ritual anbietet, dass den Reisenden absichern soll, ihm Schutz gewähren soll. Umgebe Dich mit Dingen, die du liebst. Tue Dinge, die Du liebst. Stabilisiere Deine Innenwelt, indem Du dich von negativen Gefühlen befreist, indem Du sie einfach ziehen lässt. Sieh ihnen zu wie sie ankommen und wie sie wieder gehen.
Ganz wichtig, du bist nicht verrückt, sondern Dein Verstand versucht seine Herrschaft über Dein Leben zurückzugewinnen, indem er Dir eine riesige Angst schickt - irrationale Angst. Hinter der Angst wartet ein nüchternes rationales Leben auf Dich, dem einige verblödende Wahrnehmungsfilter abgehen.
An irgendeinem Punkt wird Dein Körper Dich von der Angst befreien, indem er die Angst akzeptiert. Sie wird da sein, ohne dass sie dich noch berührt und du kannst Deine Reise weiter fortsetzen.
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Ray Gratzner
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10:55 PM
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Labels: Aufmerksamkeit








